Aktivitäten 2008

 Crash-Kurs für Bürgermeister

Statistisch gesehen erleidet alleine in Bayern alle 30 Minuten ein Mensch einen Plötzlichen Herztod. Betroffen sind nicht nur Menschen mit bestehenden Herzerkrankung, sondern es kann jeden treffen, egal welchen Alters, egal bei welcher Gelegenheit.

Im Tegernseer Tal ist Hilfe aufgrund des funktionierenden Notarzt- und Rettungsdienstes schnell vor Ort. Wie erfolgreich der Notarzt aber helfen kann, ist stark zeitabhängig. So sinkt die Erfolgsaussicht mit jeder Minute um 10 Prozent. Damit die Zeit, bis der Notarzt eintrifft, nicht ungenutzt verstreicht, sollten Anwesende in der Lage sein, sofort zu helfen.

Wie man dies beherzt tun kann zeigten auf Einladung des Fördervereins Notarztgruppe Tegernseer Tal“ Dr. Christian Pawlak, Sprecher der Notarztgruppe und Willi Dörder, Leiter der Rettungswache Dürnbach, den Bürgermeistern des Tegernseer Tals. Geübt wurden in dem 90-minütigem Crashkurs die wichtigsten Handgriffe beim Auffinden einer bewusstlosen Person: Überprüfung der Atmung, Herzdruckmassage mit Atemspende und der Einsatz eines ´Defibrillators.

„Wir Bürgermeister sind viel unterwegs“, meinte Josef Bierschneider, Bürgermeister aus Kreuth, „da ist es gut wenn wir wissen, wie wir schnell helfen können. Mit diesem Kurs können wir unser Wissen auffrischen und auf den neuesten Stand bringen.“ Er danke dem Vorsitzenden des Fördervereins, Peter Friedrich Sieben, für die Initiative zu diesem Kurs.

Notfallkoffer für die Musikschule




Das Foto 1 zeigt die Bürgermeister (v.l.) Peter Höß aus Bad Wiessee, Georg von Preysing aus Gmund, Peter Janssen aus Tegernsee und Josef Bierschneider aus Kreuth mit Willi Dörder (hinten) und Dr. Christian Pawlak.                                               Foto Peter Friedrich Sieben

Aktivitäten 2008

Herzklappenfehler erkennen

Dr. Pawlak hält Vortrag des Notarztfördervereins über Herzklappenerkrankungen im Rahmen des Herzmonats 2008 in Zusammenarbeit mit der VHS Gmund.

Atemnot schon nach kleinen Belastungen wie einem Spaziergang, nachlassende Belastbarkeit - was viele für normale Begleiterscheinungen des Alters halten, können auch Warnsignale einer Herzklappenerkrankung sein. Obwohl nach Schätzungen der Deutschen Herzstiftung etwa 200.000 Menschen in Deutschland einen Herzklappenfehler haben, bleiben diese Herzerkrankungen oft jahrelang unentdeckt.

Herzklappenerkrankungen nehmen immer mehr zu. Der Grund: Die Lebenserwartung steigt und Klappenfehler treten im Alter gehäuft auf. Auch die Zahl der Herzoperationen nimmt zu. Wurden im Jahr 1997 in der Bundesrepublik 13.482 Patienten wegen einer erkrankten Herzklappe operiert, so waren es zehn Jahre später 21.160. Besonders oft waren dabei verengte Aortenklappen bei älteren Menschen herzchirurgisch zu versorgen.

Wie diese Erkrankung des Herzens rechtzeitig diagnostiziert werden kann und welche Therapiemöglichkeiten existieren, war Thema einer Vortragsveranstaltung des Fördervereins Tegernseer Tal am Dienstag, 11.11. 2008 im Heimathaus Gmund in Zusammenarbeit mit der VHS Gmund. Der Infoabend des Notarztfördervereins war Teil der bundesweiten Aktion im Rahmen des Herzmonats im November 2008, einer Aktion der Deutschen Herzstiftung, der 2008 den Herzklappenerkrankungen gewidmet war. In über 700 Veranstaltungen bundesweit wurden dazu die Diagnose und Therapie der Herzklappenerkrankungen vorgestellt.

Der Internist und Notarzt. Dr. Christian Pawlak gab Antworten auf Fragen von "Wie erkenne ich einen Herzklappenfehler?" über "Helfen Medikamente?" bis zu "Wann muss ich operiert werden?".

Insbesondere auf dem Gebiet der Klappenchirurgie hat die Medizin in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Dabei ist es wichtig, bereits ab Mitte 30 auf das Herz zu achten. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und die richtige Lebensweise helfen, das wichtigste Organ bis ins hohe Alter fit zu halten. Der Vortrag richtete sich an Betroffene und alle Interessierten.



Aktivitäten 2008

Fördervereine der Notärzte ehren Lebensretter

Gute Taten müssen herausgestellt und belohnt werden. Insbesondere, wenn durch qualifiziertes und beherztes Eingreifen ein Leben gerettet wird. Deshalb haben im Namen der Notärzte des Landkreises Miesbach jetzt deren Fördervereine aus dem Tegernseer Tal, Schlierach-Leitzachtal und Holzkichern Dominik Wendlinger aus Holzkirchen eine Urkunde und ein Geschenk überreicht.

Wendlinger hat kürzlich ohne zu zögern geholfen, als er einen Mann, blutend und leblos neben seinem Fahrrad auf der Straße liegen sah. Durch sofortige Herz-Lungen-Wiederbelebung konnte der 23-Jährige dem Verunglückten das Leben retten, bevor der Notarzt kam. Glück für den Verunglückten: Wendlinger ist aktives Mitglied der freiwilligen Feuerwehr Holzkirchen und hatte dadurch die entsprechende Erste-Hilfe-Ausbildung.

“Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, in einem Notfall sachgerecht und schnell helfen zu können", so der ärztliche Leiter Rettungsdienst Dr. Christian Pawlak. Dabei reiche oft schon eine "Auffrischung" des "Erste-Hilfe-Kurses" oder ein Crash-Kurs, um zu helfen, bis der Notarzt kommt.


Das Foto zeigt v.l. Dominik Wendlinger mit Arnfried Färber, Vorsitzender des Fördervereins Notarztgruppe Schlierach-Leitzachtal, Dr. Christian Pawlak, ärztlicher Leiter Rettungsdienst, Elfie von Khreninger, Vorsitzende Förderverein Notfallmedizin Holzkirchen und Umgebung.

Aktivitäten 2008

Großzügige Spende von Seniorchef Erwin Stang

Einen Scheck über 750 Euro überreichte Erwin Stang sen. aus Gmund-Moosrain dem Fördervereins Notarztgruppe Tegernseer Tal. Statt Geschenke zu seinem runden Geburtstag bat der Seniorchef der Firma Stang seine Mitarbeiter, Geschäftspartner, Freunde und Verwandte um eine Geldspende für den guten Zweck. „Es ist schon ein beruhigendes Gefühl, wenn man weiß, dass sich im Notfall sofort, zu jeder Tages- und Nachtzeit, ein Notarzt auf den Weg machen kann und er auch noch gut und modern ausgerüstet ist“, so Stang. Deshalb spendet er gerne dem Notarztförderverein.

Vorsitzender Peter Friedrich Sieben dankte Stang für die Spende und wünschte, dass die Spenden-Aktion ein Vorbild auch für andere "Geburtstagskinder" ist.

Notfallkoffer für die Musikschule

Aktivitäten 2008

Notfallkoffer „Sport“ für das Gymnasium Tegernsee

Gerade nach Tegernsee gezogen, hörte die Familie Enders von der Arbeit der Notarztgruppe Tegernseer Tal und des Fördervereins. „Man fühlt sich im Tegernseer Tal gleich noch wohler, wenn man weiß, dass im Notfall gleich ein Arzt zur Stelle ist und es einen Förderverein gibt, der diese Arbeit so gut unterstützt.“ Frau Enders ist deshalb Mitglied im Förderverein geworden und hat als „Einstandsgeschenk“ eine Geldspende übergeben.

Das Gymnasium Tegernsee hatte gerade angefragt, ob der Förderverein einen Notfallkoffer speziell für den Sportunterricht spenden konnte. Deshalb hat Vorsitzender Sieben das Geld, das Frau Enders gespendet hatte, unter anderem dafür verwendet, den Koffer zu kaufen.

Sieben dankte Enders für die Spende und damit die Anerkennung der Arbeit der Notärzte, die freiwillig ihren Dienst rund um die Uhr verrichten und so einen wichtigen Beitrag für die medizinische Versorgung im Bereich Tegernseer Tal- Waakirchen leisten. Rund 1000 Einsätze mussten die Notärzte des Tegernseer Tals 2007 leisten.

 Stv. Schulleiter Dlugosch dankte für den Notfallkoffer, der speziell zur Erstversorgung von kleineren Sportunfälle ausgerüstet ist.

Das Foto zeigt v.l. Peter Friedrich Sieben, Vorsitzender Förderverein Notarztgruppe Tegernseer Tal
Friederike Enders aus Tegernsee, Neumitglied Förderverein und Rainer Dlugosch, stv. Schulleiter.

 

Notfallkoffer

Erste Hilfe am Gymnasium Tegernsee

Förderverein will Sicherheit an Schulen verbessern

Einen Beitrag zur medizinischen Sicherheit leistete der Förderverein Notarztgruppe Tegernseer Tal-Waakirchen Anfang Januar 2007 am Gymnasium Tegernsee. Zur Unterstützung der Arbeit der im Tal tätigen Notärzte frischten rund 25 Ausbilder und Helfer der Wasserwacht bei den Lehrerinnen und Lehrern des Gymnasiums die Kenntnisse des Erste Hilfe Kurses wieder auf. Besonderer Schwerpunkt wurde dabei auf Vorfälle im schulischen Bereich gelegt.

„Den halben Tag und durch die Einführung des achtstufigen Gymnasiums auch oft länger sind Schülerinnen und Schüler in ihrer Schule“, so Peter Friedrich Sieben, 1. Vorsitzender des Fördervereins, der die Idee zu dieser Infoveranstaltung hatte. Glücklicherweise passieren hier relativ wenige Unfälle. Wenn jedoch medizinische Probleme auftreten, sollten die Lehrer, denen die Kinder und Jugendliche anvertraut sind, wissen, was sie tun sollen. Und das schnell. „Im Notfall kann dies entscheidend sein und verbessert die Chancen eines Notarztes zu helfen“, so Sieben weiter.

Hans Mielke, Ausbilder bei der Wasserwacht Bad Wiessee, hatte sich sofort bereit erklärt, diese Auffrischung vorzunehmen. Zusammen mit der Wasserwachtjugend des Gymnasiums zeigte er an sieben Fallbeispielen, angefangen bei Nasenbluten über Bauchschmerzen, Verätzungen, Sportunfall, Knochenbruch bis hin zu Schock und Atemstillstand, den Lehrern die richtigen Notfallmaßnahmen. Um es möglichst realistisch wirken zu lassen, werden die Jugendlichen entsprechend den Unfällen als Verletzte geschminkt.

Der Sprecher der Notarztgruppe Tegernseer Tal, Dr. Christian Pawlak, gab anschließend weitere Informationen zum richtigen Verhalten aus der Sicht des Notarztes. Auch der Vorsitzende des Roten Kreuz, Kreisverband Miesbach, Josef Bierschneider, interessierte sich für die Vorführungen und lies es sich nicht nehmen, ins Gymnasium zu kommen.

Rund 40 Lehrer des Gymnasiums hatten sich zu dieser Maßnahme angemeldet und machten begeistert mit. „Dies ist ein deutliches Zeichen des Verantwortungsbewusstseins und des Interesses der Lehrkräfte am Gymnasium“, freute sich Sieben.

Fotos: Andreas Leder, Peter Fiedrich Sieben

Erste Hilfe

Das Foto zeigt Ausbilder Hans Mielke (5.v.l.) und Helfer mit Lehrern des Gymnasiums und zwei „Opfern“ sowie v.l. den Direktor des Gymnasium Dr. Werner Oberholzner, Josef Bierschneider, Vors. Kreisverband Rotes Kreuz, Peter Friedrich Sieben, 1. Vors. Fördervereins Notarztgruppe und Leitender Notarzt Dr. Christian Pawlak.

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